Früh klingelte der Wecker.

das Naturschutzzentrum Kleve in Bienen

Johannes hatte ja bereits am Abend zuvor gesagt, dass er gerne mit seinem Freund Lukas eine Heidelerche beobachten und einen Bergmolch finden wollte. Frisch geduscht und entspannt durch den angenehmen Schlaf lies ich mich, mit der Bedingungen vorher irgendwo einen Kaffee besorgen zu können, überzeugen mitzukommen. Dies sollte sich als sehr gute Entscheidung entpuppen. Nachdem ich ihn gebeten hatte ein Foto von Woody und mir vor dem tollen Gebäude zu machen, luden wir das Fahrrad, den Anhänger, Woody und alles übrige Gepäck in den alten VW-T3 Bulli ein und befreiten die Scheiben vom nächtlichen Frost.

 

Wohin die Reise wohl gehen mag…

Nachdem Woody den Innenraum des Bullis ausgiebig beschnüffelte und nochmals beäugt hatte, ob wir auch ja nichts vergessen hatten einzupacken, fuhren wir los um Lukas, einen Freund von Johannes, abzuholen. Zwischenzeitlich hielten wir jedoch noch an, damit ich meinen dringend benötigten und zuvor versprochenen Kaffee holen konnte.  Bei Lukas angekommen, Stand dieser schon mit Kescher und Rucksack bewaffnet an der Straßenecke, bereit sich der Suche nach dem Molch und Vogel zu stellen. Wir schnackten, lachten und erzählten von gesammelten Erfahrungen, während Johannes uns bis kurz hinter die Grenze in die Niederlande fuhr. Lukas war zu diesem Zeitpunkt noch 17 und ist wahrscheinlich genauso begeistert von der Natur und den Tieren, wie Johannes es ist. Er war es auch, der von dem Sumpf gehört hatte, in dem es Bergmolche geben soll. Zunächst fuhren wir jedoch zu einem Naturschutzgebiet um die Heidelerche, einen Vogel, zu finden & zu beobachten. Dieser, aus der Sicht des Laien betrachtet, stellte sich als ziemlich verrückter und wohl hyperaktiver Zeitgenosse heraus.

Die Heidelerche – De Maasduinen (Die Rheindünen)

Naturschutzgebiet „de Maasduinen“

Dort angekommen, fanden wir uns in einem Gebiet wieder, welches in der Sonne & dem blauen Himmel schon von außen einlud bewandert zu werden. Ich lies Woody direkt zum schnüffeln und Zeitung lesen los, während ich mich mit zwei Bananen und dem letzten Schluck Kaffee stärkte. Johannes und Lukas luden derweil die Rucksäcke und Ferngläser aus. Einer dieser Rucksäcke entpuppte sich als Riesen-Teleskop-Kamera-und-Objekt-Behälter. Aus einem anderen wiederum holte er ein paar Ferngläser, wovon er mir direkt eines mit dem Spruch Achtung, sehr Teuer! Nicht fallen lassen! in die Hand drückte.

er hat alles im Blick!

Während wir uns auf den Weg machten, hier und dort anhielten und weiterhin alle möglichen Smalltalk-Themen auspackten, kreuzten immer wieder Ziegen unseren Weg. So Frei und in einem solch großen Gebiet, fühlen sie sich sicher wohler, als so mancher Mensch. Hinter den kleinen Hügeln – wahrscheinlich Niederlands größten Bergen – angekommen, hielten wir an, um die Heidelerche zu entdecken. Wir luden unsere Rucksäcke ab, setzten uns auf einen abgesägten Baumstumpf und hielten die Ferngläser bereit.

Wenn du einen kleinen Vogel ganz wild hin und herflattern siehst – das ist eine Heidelerche.

Flatterpause für die Heidelerche

Zu unserem Glück gab es hier wohl einige von diesen auf-Ritalin-Entzug-Vögeln… Nicht viel größer als eine Meise, unglaublich flink und höchstwahrscheinlich Herzinfakt gefährdet, erschien sie hier und da, schwebte ein paar Sekunden, mit grob geschätzt 5000 Flügelschlägen in der Luft und war genauso schnell wieder verschwunden, nur um an einem anderen Ort das gleiche von vorne zu beginnen. Ab und an schaffte ich es sogar einen mit dem Fernglas zu erblicken, was sich jedoch als äußerst schwer herausstellte. In dem Moment des Erblickens jedoch, kam es mir vor als wären diese wenigen Sekunden in Zeitlupe verstrichen. Trotz der heftig, hektisch schlagenden Flügeln war es, als würde die Zeit für diesen Moment nahezu still stehen. Beeindruckend, was die Natur zu liefern vermag.  Ein Foto von Ihnen mit meinem Smartphone zu schießen, stellte sich jedoch als unmöglich heraus. Aber da war Johannes natürlich geübter drin und konnte einige tolle Bilder mit seiner Goliath-großen Kamera machen.

Weite, Ferne, Horizont – Freiheit

feeling so free

Nach einer Stunde des Beobachten, entschieden wir uns auf einen nahe gelegenen Aussichtsturm zu steigen. Dort angekommen, bot dieser uns einen atemberaubenden Ausblick über das Naturschutzgebiet. Auch das Beitragsbild ist hier entstanden. Ich hielt einige Minuten Inne und dachte an die bisher zurückgelegte Strecke, das noch kommende, sowie an Woodys & mein Glück, hier sein zu können. Irgendwie schafft man alles!, denke ich – ja, weiß ich sogar! Freiheit ist der wohl sehnlichste Wunsch aller Menschen & Tiere. Jetzt, gerade hier, in diesem Augenblick, denke ich über unsere Freiheit nach und zum ersten Mal schleicht sich der Gedanke alle Zeit der Welt zu haben ein. Selbst diese kurz erscheinenden 14 Tage, wovon 2 bereits verstrichen waren, fühlten sich bisher endlos an. Kommt es nicht genau darauf an? Freiheit nach der eigenen Definition und Art zu fühlen? Man muss sich nicht immer in wissenschaftliche oder politische Beschreibungen von Freiheit gefangen nehmen lassen, wenn man sich doch selbst frei fühlt.

Freiheit ist ein Gefühl, dass
alle Menschen kennen und leben sollten, aber
viel zu wenige erreichen dürfen

Insbesondere in der heutigen Zeit, in der viele Menschen vor Krieg, Verfolgung oder politischer & rechtsstaatlicher Tyrannei auf der Flucht sind, sollte Freiheit einen noch größeren Stellenwert haben und lieber geteilt als aufgeteilt werden. Mir kam es vor, als hätte ich Stunden damit verbracht, darüber nachzudenken. Tatsächlich waren wahrscheinlich jedoch nur wenige Minuten vergangen. Minuten, die sich vielleicht jeder, der das Glück hat in einem demokratischen & reichen Land zu leben, ab und an nehmen sollte, um Demut demgegenüber zu üben, was man alles hat, anstatt sich über das zu ärgern, „was einem fehlt“. Über so etwas kann man sich als rational und minimalistisch, perfektionistisch denkender Mensch bis ins Grab ärgern.

Man muss auch mal loslassen… Dinge so akzeptieren, wie sie sind…

Johannes, Lukas & Ich

denke ich mir und bitte Johannes & Lukas für ein gemeinsames Foto zu mir zu kommen.  In der Sonne badend, stellten wir uns auf und lächelten in meine Handykamera. Wir plauderten noch einige Zeit auf dem Turm und sahen Woody dabei zu, wie er jeden Neuankömmling schwanzwedelnd begrüßte. Ich hatte ihn unten angebunden, damit er seine Gelenke etwas schonen und sich entspannen konnte. Action hat er heute noch genug, war die Intention, die dahinter steckte. Wie wir später feststellen konnten, war dies definitiv der Fall. Gegen 11:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Auto und fuhren in Richtung eines Reichswaldes. Lukas hatte den Sumpf schon einmal besucht, zu dem wir gehen wollte und erzählte uns, dass wir nur eine kleine Strecke zu Fuß gehen müssen. Seine genannte Schätzung von zwei bis maximal drei Kilometer, stellte sich so richtig dar, wie die Gleichung 3+4=8.

Der Pfad zum Bergmolch

der Pfad zum Sumpf

Am Rande des Reichswaldes angekommen, schnappten wir die Ferngläser und stampften los. Wer weiß, wofür wir diese noch benötigen könnten. Woody war hier natürlich wieder voll in seinem Element und ging voran um ja keinen Buchstaben der wäldischen Zeitung zu überlesen. Schnüffelnd links, Pipiduft-verteilend rechts und alle paar Meter vorwurfsvoll nach hinten blickend, als würde es ihm zu langsam gehen, trabte er schlangenlinienförmig hin und her. Nach etwa 45 Minuten Fußweg mahnten wir Lukas an, dass wir mit Sicherheit schon 4 bis 5 Kilometer hinter uns gebracht haben und er sich wahrscheinlich etwas verschätzt hätte. Entfernung schätzen war definitiv nicht seine Paradedisziplin. Insgesamt wurden aus den zuvor angekündigten zwei bis drei Kilometern eher acht bis neun. Spaß hatten wir dennoch, auch wenn ich ein etwas mulmiges Gefühl hatte, da ich ja auch noch einige Kilometer mit Fahrrad fahren wollte. Sorgen machte ich mir allerdings nicht, denn: Ich hatte ja alle Zeit der Welt. Um etwa halb zwei kamen wir dann am Sumpf an. Lukas lief direkt mit seinem Kescher zum Sumpf und versuchte einen Bergmolch zu finden. In Wahrheit floh er bestimmt nur davor, noch mehr von uns für seiner Fehleinschätzung aufgezogen zu werden.

Sumpfhund Woody

Während Lukas nach dem Molch suchte und Johannes & ich uns auf das Laub niedergelassen hatten, suchte Woody wohl ebenfalls nach interessanten Tieren & Stöcken, oder fand einfach das Sumpfwasser genauso angenehm, wie das eines Sees, Flusses oder Meeres. Es sah ein wenig so aus, als würde Woody wissen, dass es etwas im Sumpf gibt, welches wir gerne finden und anschauen möchten. Er zog Stock & Stein aus dem Gewässer und wirbelte es auf, damit die Bergmolche aus ihren Verstecken aufgeschreckt und gekeschert werden können. So war zumindest die Theorie. Nach 30 Minuten vergeblichen Suchens kam ein wenig Enttäuschung auf und ich wollte zumindest ein paar weitere schöne Bilder von Woody machen. Ich denke, dass mir das auch gelungen ist, wobei Woody natürlich in jeder Situation und Lage unglaublich Fotogen ist.

der wundervolle, fotogene Woody
nur ein dreckiger & ausgelasteter Hund, ist ein glücklicher Hund!

Ich warf ein paar Stöcker in den Sumpf und lies Woody diese zurückbringen – Eine Aufgabe, die er schon am Kemnader Stausee in Bochum, dem Kieferngrundse in Steinfurt und vielen Weiteren Seen, Flüssen & Meeren unglaublich gerne gemacht hat. Eigentlich liebt er es, wenn die Stöcke eher kleinen Baumstämmen gleichen und er diese einige zehn Meter herausziehen muss. Das war hier natürlich nicht möglich, jedoch war das Bringen der kleinen Äste gegenüber der läuferischen Anstrengung der letzten Tage & das heutige, seit frühen Morgen auf Achse sein, sicherlich eine hervorragende Abwechslung.

Ich hab einen!

der Emo-Bergmolch

Plötzlich schrie Lukas auf. Er kam zu uns rüber und präsentierte uns den Bergmolch. Ich bemerkte, dass ich mir vorher gar keine Vorstellungen darüber gemacht habe, wie denn so ein Geschöpf überhaupt aussehen mag. Er war etwa 7 Centimeter klein, schwarz mit einem gelb-orangenen Unterkörper & Rücken und wollte immerzu unter Blätter kriechen, nachdem wir ihn auf den Boden zum Begutachten legten. Emomolch passt besser, dachte ich sofort. Immer wieder versuchte er ins Dunkle unter das Laub zu kriechen. Lange wollten wir ihn aber natürlich nicht seiner gewohnten Umgebung entziehen, nahmen ihn für ein paar weitere Fotos auf die Hand und ließen ihn dann zurück in den Sumpf gleiten. Auch dieser Molch hat es gut, kam mir in den Sinn. Einfach entspannt warten bis die Metamorphose zum Landbewohner abgeschlossen ist, wenn man nicht gerade von keschernden Menschen eingefangen und beobachtet wird…

Der Jakobsweg – Teil I

Jakobsweg – Klappe, die erste

Auf dem Rückweg zum Auto hatten wir erneut fast zwei Stunden Zeit uns über Lukas Fehleinschätzung zu freuen und ihm diese ständig erneut vorzuhalten. Wir trafen Reiter & Reiterinnen, Fahrradfahrer & -fahrerinnen, wandernde & spazierende Menschen, die alle einen sehr entspannten Eindruck hinterließen. Immerhin war es Sonntag und wie ich feststellen musste, befanden wir uns auf einem Jakobsweg. Dies sollte jedoch nur die erste von insgesamt drei Begegnungen mit St. James‘ Pfad sein, die Woody und ich während unserer Fahrt erfahren würden. Über die weiteren zwei Begegnungen werde ich natürlich auch noch berichten. Als ich jedoch die Muschel gesehen hatte, kam mir das erste mal seit langem wieder der Gedanke, dass ich den Jakobsweg im Juli als eine mögliche Alternative zu meinem ersten Fahrradabenteuer beschreiten wollte.

Vielleicht kann ich das ja einfach mal kombinieren? Den Jakobsweg mit Hund & Fahrrad fahren?

Ein flüchtiger Gedanke, nichts weiter, der jedoch während des Weges zum Auto immer wieder seinen Weg zurück in meinen Kopf gefunden hatte. Erstmal zur Nordsee!, sagte ich mir und verfrachtete den Jakobsgedanken mit diesen Worten in den Hintergrund. Am Bulli angekommen, fuhren wir zuerst Lukas nach Hause, den wir schon vorher spaßeshalber immer wieder als Bruder Lukas betitelten. Wieder auf dem Weg, hatten Johannes & ich Hunger und wollten uns, bevor er mich wieder ziehen lässt, noch eine Kleinigkeit essen gehen. Diese Kleinigkeit, stellte sich bei mir als eine Flasche Bier & einer Cola und je zwei Portionen Pommes, Currywurst und Schnitzel,  heraus. Ich hatte ja schon auf der letzten Seite gesagt: Der Appetit kommt nach dem Hunger und Appetit habe ich immer! Jeder der mich etwas besser kennt weiß, dass das kein Scherz war und wörtlich zu nehmen ist.

weiter geht’s

Auf den Rheindünen in Richtung Nordwesten 

Nachdem wir aufgegessen hatte, es war mittlerweile 17 Uhr, brachte Johannes uns wieder zurück zum Rhein, damit wir wieder Durchstarten konnten. Hunde waren anscheinend auf der Rheindüne nicht gerne gesehen, so wie das Schild zu erkennen gab. Dennoch wollten wir hier weiterfahren, sogar ohne Leine! Man, sind wir kriminell. Bis zur Grenze ist es nicht mehr weit!, rief er uns hinterher, ohne zuvor auf die obligatorischen Tschüss-und-auf-Wiedersehen-Fotos und eine herzliche Umarmung verzichtet zu haben. Es tat gut, wieder auf dem Fahrrad zu sitzen und wieder in die Pedale zu treten.

on the road again!

Auch Woodstock konnte man anmerken, dass ihm der Tag zwar sicher gefallen hat, er sich aber bestimmt auch fragte, ob das die letzten beiden Tage schon alles gewesen war. Trotz des zehn Kilometer langen pilgerns auf dem Jakobsweg des Reichswaldes, inklusive der Sumpf-Bade-Session, sowie dem Aufenthalt im Naturschutzgebiet, konnte man ihm keinerlei Müdigkeit anmerken. Immerhin war er ja schon seit Freitag am Dauerlaufen und hatte statt seinen durschnittlich 15-16 Stunden Schlaf am Tag, sicher nur zehn oder elf geschafft. Ich war gespannt darauf, wann wir die Niederländische Grenze erreichen und wo wir einen geeigneten Schlaf- & Zeltplatz finden würden. In einer Stunde würde es anfangen dunkel und somit noch kälter zu werden, sodass ich Woody anstachelte seine schnellste Trab-Tempo-Maschine anzuwerfen. Mehr als 12 Km/h waren da dennoch nicht zu machen. Ich war überrascht, als wir nach nicht einmal 10 Kilometern die Niederländisch-Deutsche Grenze passierten. Der erste Meilenstein war geschafft! 150 Kilometer müssten wir nun schon in etwa unterwegs gewesen sein, denn das war die Entfernung der Strecke, die ich einige Tage vor der Tour nachgeschaut hatte. Weit würden wir dennoch nicht mehr kommen, dachte ich, als die Sonne dem Horizont immer näher kam und bald zu versinken drohte.

der perfekte Platz zum Zelten!

Das Wasser, der Wein & der Woody

Kurz hinter der Grenze, an einer schmalen, von Büschen und Sträuchern umgebenen Straße und parallel laufend zum Rhein, entdeckte ich einen kleinen Weg, der zum Fluss führte. Es war ein Steg für Fähren, die aber nicht während dieser Jahreszeit fuhren. Ein paar Meter weiter entdeckte ich eine kleine Düne-auf-der-Düne, die dahinter gelegen, ein wenig Sichtschutz zu der Straße bot. Das ist er! Der perfekte Platz! Ich sah mich nochmal um. Kein Auto, kein Haus, keine Menschenseele weit und breit. Nur ein paar vorbeiziehende Schiffe, die aber sicher nichts gegen einen Wildcamper aus Deutschland hätten, dachte ich mir. Ich stellte mein Fahrrad & den Anhänger ab und ging mit Woody über eine kleine Steinbarriere zum niedriger gelegenen Strand herunter, keine 20 Meter entfernt von unserem heutigen Nachtplatz.

erstmal den Strand abchecken

Woody, wenn auch sichtlich erschöpft von dem anstrengenden Laufen und den restlichen Strapazen des Tages, war wieder in seinem Element. Er schnüffelte den Strand entlang, ging ins Wasser und setzte sich anschließend zum Entspannen zu mir. Ich im halben Schneidersitz sitzend, er zwischen meinen Beinen, sahen wir den Schiffen beim Wellen machen, der Sonne beim herauskitzeln der letzten Sonnenstrahlen und den Wolken beim vorbeiziehen zu. Das ist definitv ein schönerer Ausblick als am ersten Tag! Es war herrlich. Wir saßen noch einige Zeit wie gebannt da und beobachteten weiter. Kein Mucks, keine großen Bewegungen, kein Stress. Meine Hand um seine Brust geschlungen, fühlte ich wie sein Herz langsam und kontinuierlich pochte. Woody ist jetzt relaxt, da war ich mir sicher.

der Blick aus dem Zelt

Nach einiger Zeit, wollte ich anfangen unser Zelt aufzubauen und den Proviant zu verstauen. Hunger hatte ich, wie du dir vorstellen kannst, keinen mehr, sodass ich mich voll und ganz darauf konzentrieren konnte, alles in Ruhe dorthin zu packen, wo es meiner Meinung nach für heute Nacht hinzugehören schien. Woody gab ich natürlich noch sein Abendbrot und frisches Wasser, nicht jedoch ohne dass er mir ein High-Five geben und einmal meine Hand für ein Leckerli anstupsen musste. Für mich selbst kramte ich den am Tag zuvor gekauften Wein, meinen Becher und ein paar Schokokekse aus. Ich wartete auf Woody, schnappte mir ein Handtuch und ging mit ihm gemeinsam zurück zum Strand. Die Sonne war mittlerweile fast versunken und es bot sich uns ein wunderschöner Sonnenuntergang über dem Rhein. Aber hey, seht selbst:

Wein, Kekse, Strand & ein Sonnenuntergang über dem Rhein

Während ich den Wein und die Kekse genoss, legte sich Woody auf den kühlen Sand und fing an zu träumen. Hier möchte ich schreiben…, dachte ich mir und ging zum Zelt um mein Tablet zu holen. Ich fing an in die Tasten zu hauen und schrieb meinen zweiten Blogbeitrag: Emo-Molch und Ritalin-Vogel, der von den Erlebnissen des zweiten Tages handelt. Hier hatte ich mich noch nicht dazu entschieden die Blogbeiträge eher meinen komisch, philosophisch, psychologisch und-sonst-so-isch -Grübeleien zu überlassen, wie es jetzt, bzw. in der Zukunft sein wird. Auch hatte ich zu dem Zeitpunkt noch keine Bike-Out-Abenteuer-Seite, auf der ich über unsere Touren berichten wollte.

 

 

So kann es weitergehen…, dachte ich, nachdem wir uns ins Zelt gelegt hatten und gegen die Kälte wappneten. Drei Tage unterwegs & alle waren phänomenal. In dieser Nacht konnten wir trotz der Kälte sehr gut schlafen…


Was am vierten Tag auf uns zukam erfährst du hier: Tag 4 – Titel & Link kommt bald